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Was ist Kick- und Thaiboxen?
| Kickboxen
ist eine Kampfsportart, bei der Handtechniken des konventionellen
Boxens mit Fußtechniken östlicher Kampfkünste,
wie z. B. Taekwondo oder Karate, kombiniert werden. Das bedeutet
eine Zusammenfassung aller effektiven Kampftechniken. Kickboxen
ist eine rein auf den Kampf bezogene Sportart und gilt nicht
umsonst als eine der effektivsten Kampfsportarten, die von
jedermann ausgeübt werden kann.
Es handelt sich somit auch um eine wirksame und praktikable
Selbstverteidigungsart.
Wie beim klassischen Boxen wird der Kampf in einem Boxring
ausgetragen. Im Amateurbereich werden 3 Runden a 2 Minuten
gekämpft. Im Profibereich werden bis zu 10 Runden ausgetragen.
Geleitet wird der Kampf vom Ringrichter und von drei Punktrichtern,
die ihre Wertung auf Punktzetteln notieren.
Der Kampf wird entweder durch KO oder durch eine Punktewertung
entschieden. Der Kampf wird in seiner Gesamtheit bewertet.
Dies bedeutet, dass nicht nur Treffer in der Bewertung ihren
Niederschlag finden, sondern auch Kondition, Effizienz, technisch-taktisches
Verhalten und Fairplay. Das gesamte Verhalten des Kämpfers
im Ring wird also bewertet.
Der Vollkontaktler braucht eine außerordentliche hohe
Kondition und Schnellkraft. Darüber hinaus erfordert
Vollkontakt auch einen starken Willen, Mut und Entschlossenheit.
Schließlich benötigt der Kämpfer eine ausgeprägte
kämpferische Intelligenz, denn der Faktor "Taktik"
spielt in dieser Disziplin oft eine entscheidende Rolle.
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Thaiboxen
Als zweiten Vollkontakt-Kampfsport wird Thaiboxen (Muay-Thai)
angeboten.
Wie im Kickboxen sind im Muay-Thai alle Boxtechniken, Handrückenschläge,
Tritttechniken erlaubt. Sämtliche Techniken dürfen
zum Kopf, Körper und zu den Beinen ausgeführt werden.
Zusätzlich sind im Thaiboxen Ellenbogen- und Knietechniken
erlaubt. Selbst im Clinch, wo in anderen Kampfsportarten der
Kampfrichter dazwischen geht und unterbricht, wird im Muay-Thai
nicht unterbrochen, sondern weitergekämpft. Sogar bestimmte
Wurftechniken aus Clinchsituationen sind erlaubt. Muay-Thai
ist der älteste, und gilt als der härteste asiatische
Kampfsport.
Um auch im Thaiboxen den Schülern eine bestmögliche
Ausbildung garantieren zu können, schickte Michael Zierold
im Frühjahr 2006 seinen Schüler Dustin Preick zur
Ausbildung zum Thaibox-Trainer. Nach mehrwöchiger Ausbildung,
wo die Trainingslehre des Thaiboxens unterrichtet wurde, wurde
die Abschlußprüfung erfolgreich bestanden.
Die Abteilung bietet 3 Trainingseinheiten in der Woche an. Anfänger,
Fortgeschrittene und Kämpfer können so individuell
geschult werden.
Die Waldbröler Kämpfer waren schon mehrmals bei Landesmeisterschaften
und Deutschen Meisterschaften erfolgreich. So stellte Waldbröl
unter anderen bisher einen Deutschen Meister im Leichtkontakt
und Vizemeister im Vollkontakt, sowie mehrere Landesmeister,
Vizemeister und Drittplazierte.
Die Abteilung ist der IKBF (International Kick-Boxing Federation
) und den Muay-Thai-Bund angeschlossen. So ist gewährleistet,
dass die Sportler gefördert werden und bei Qualifikation
an Meisterschaften teilnehmen können. Den beiden Trainern
liegt eine gute Ausbildung besonderst am Herzen. Wer Kämpfen
will, wird erst nach erreichen einer soliden Fitness, Beherschung
der Technik, zum Kämpfen zugelassen.
Der größte Teil der Sportler nimmt nicht an Kämpfen
teil. Sie betreiben den Sport um die Kondition Beweglichkeit,
Schnelligkeit zu trainieren. Kick-Thaiboxen ist ein hervorragendes
Ganzkörpertraining für jung und Alt.
Schutzausrüstung
Die Gesundheit des Sportlers ist oberstes Gebot. Daher ist
eine umfangreiche Schutzausrüstung vorgeschrieben. Dazu gehören:
Tiefschutz, Zahnschutz, Kopfschutz, Schienbeinschützer, Fußschutz
und natürlich Boxhandschuhe mit Bandagen. Ferner dient dem
Schutz des Sportlers die Einteilung in Gewichtsklassen damit
die Kämpfer unter gleichen physischen Voraussetzungen gegeneinan-der
antreten können. Selbstverständlich werden die Kämpfer nur
nach einer entsprechenden Vorbereitung durch den Trainer an
Wettkämpfen zugelassen.
Die Wettkampfbestimmungen sehen außerdem eine jährliche Sporttauglichkeitsuntersuchung
vor. Ohne dieser Untersuchung darf kein Sportler an Wettkämpfen
teilnehmen.
Ethik des Kickboxen
"Philosophie und Lehre des Kickboxens entsprechen denen anderer
Kampfsportarten. Ziel ist es, erfolgreich kämpfen zu lernen
und gleichzeitig außerhalb des Rings Zurückhaltung und Selbstbeherrschung
zu üben und die kämpferischen Fähigkeiten nur dann zu nutzen,
wenn man dazu gezwungen wird." (Quelle: Kickboxen, Eddie Cave,
ISBN 3-613-50426-X, S. 80) Kämpfer, die sich dieser Grundeinstellung
nicht unterwerfen, können beim Karate Club Waldbröl e.V. nicht
Mitglied werden. Mitglieder, die dennoch als ,Schlägertypen'
auffällig werden, müssen den Verein umgehend verlassen.
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